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Frenky9
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Anmeldungsdatum: 18.11.2006
Beiträge: 924
Wohnort: Verden

BeitragVerfasst am: Sa Jan 09, 2010 9:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Werner,
tu doch bitte dir und allen anderen einen Gefallen und melde dich aus Fototalk ab.
Deine Beiträge nerven abgöttisch und haben keinerlei Informations- oder Unterhaltungswert.

Gruß
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Werner_B.
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Anmeldungsdatum: 16.11.2005
Beiträge: 2232
Wohnort: Raum München

BeitragVerfasst am: So Jan 10, 2010 1:10 am    Titel: Antworten mit Zitat

fibbo hat folgendes geschrieben:
..., dass ich nicht technologiefeindlich bin, sondern technokratenfeindlich. ..., ... CNC-Maschinen ... ein 2-motoriges Flugzeug ... Porsche ...

All die Ingenieure in der Konstruktion, Produktion, Qualitätssicherung bedienen sich mehr oder weniger komplexer Messverfahren, um die Güte ihrer Konstruktion und Produktion nachzuweisen bzw. zu überprüfen. Zeiss prüft die Objektive z.b. mit MTF-Messungen. Oder der Herr Funk, den ich oben erwähnte - er hat eine ganze Galerie an hochwertigen Messgeräten im Einsatz, um die Güte seiner Verstärker und Patchbays bzw. Matrizen zu verifizieren. Das sind wohl auch alles Technokraten?

Warum sollte Dein Bankbeispiel mit dem aktuellen ec-Kartenproblem eines für Technokratismus sein, wo doch nur ein Programmierer einen Fehler eingebaut hat (es mutet nach einem typischen Anfängerfehler an, nach dem, was so in den Medien berichtet wird)?
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"Der Amateur sorgt sich um die richtige Ausrüstung, der Profi sorgt sich ums Geld, und der Meister sorgt sich ums Licht."
(Georg IR B.)
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fibbo
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Anmeldungsdatum: 22.01.2006
Beiträge: 7214
Wohnort: Tirol

BeitragVerfasst am: So Jan 10, 2010 9:31 am    Titel: Antworten mit Zitat

Werner_B. hat folgendes geschrieben:
.Das sind wohl auch alles Technokraten?


Nein, ich hat bereits einen link zur Erklärung gesetzt... Ich habe volle Achtung vor wirklich fähigen und sorgfältigen Technikern und Ingenieuren solange sie sich so lernfähig verhalten wie ein Einstein oder eine Meitner... und nicht so wie ein W. v. Braun oder die Giftköche der IG Farben nach dem Krieg.
Technokraten sind einerseits Leute die unkritisch mit Technik umgehen und nicht erkennen dass diese Technik die Menschen immer mehr abhängig und auch faul machen kann, aber andererseits auch Leute die predantisch dafür sorgen, dass der Zug nach Ausschwitz trotz aller Widrigkeiten pünktlichst abgeht, und darauf auch heute noch stolz sind. Und das sind die Allerschlimmsten... Deren Motto ist: Operation gelungen, Patient tot. Hauptsache die Operation wurde formal korrekt und mit eindeutiger Präzision und mathematisch exakt durchkalkuliert durchgeführt.. Dann sind sie zufrieden, denn dann haben sie ja alles richtig gemacht. Genau wie die Wirtschaftsingenieure, Wirtschaftspsychologen, Bänker, Broker, Manager, Politiker, die sich bis heute mit blödem Gesicht fragen, was sie eigentlich die letzten Jahre falsch gemacht haben sollen, obwohl sie doch nur ihre Börsen"spiel"programme und Umsätze/Gewinne oder Sozialausgaben innerhalb von wenigen Jahren massiv auf Kosten der Steuerzahler und Nichtsteuerzahler "optimiert" haben Smile

fibbo
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http://www.kenrockwell.com/tech/how-to-afford-anything.htm
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Werner_B.
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Anmeldungsdatum: 16.11.2005
Beiträge: 2232
Wohnort: Raum München

BeitragVerfasst am: So Jan 10, 2010 10:31 pm    Titel: Antworten mit Zitat

fibbo hat folgendes geschrieben:
Nein, ich hat bereits einen link zur Erklärung gesetzt... Ich habe volle Achtung vor wirklich fähigen und sorgfältigen Technikern und Ingenieuren ...

Dann bedarf es doch auch keiner Verurteilung technisch-wissenschaftlicher Messverfahren und Beurteilungen, oder? Die Reviewer und Tester (zumindest die seriösen) machen auch nichts wesentlich anders als die Ingenieure bei den Herstellern: messen unter standardisierten Bedingungen. Das Problem bei etlichen Publikationen ist eher, ob sie den nötigen Aufwand mit ihrem Budget überhaupt leisten können. U.a. deshalb bedient Anders Uschold mit seinem Labor ja auch fotomagazin, digitalkamera.de, meines Wissens auch Chip Foto Video und wohl noch ein paar mehr. Was die dann draus machen, ist wieder eine andere Geschichte. Genau deshalb sage ich ja, dass man da tiefer graben muss, um die Aussagen zu verstehen (und dazu wieder braucht es einiges an Grundlagenwissen).

Zu den seriösen zählen m.E. dpreview, imaging-resource, photozone. DxO habe ich mal nur kurz oberflächlich angesehen, scheint recht brauchbar (gleichwohl etwas eingeschränkt im Untersuchungsumfang).

Ich verstehe mehrere Dinge immer noch nicht:
1. Warum lehnst Du dann die physikalisch-technischen Untersuchungen ab, wenn Du Achtung vor fähigen Technikern hast? Die Tester sind auch nicht durch die Bank nur blöde.
2. Warum lehnst Du standardisierte Studiobedingungen als Testbasis ab? Das ist eine elementare Grundvoraussetzung für seriöse Vergleiche.
3. Warum soll Dein Bankbeispiel eines für Technokratismus sein? Das hört sich nach einem simplen Programmierfehler auf dem ec-Chip an.

Und eine Bitte:
In diesem Kontext immer auf die schlechte Welt an sich zu zeigen ist völlig unpassend. Speziell Deine ständigen Hinweise auf drittes Reich und heutige Politiker und Manager sind mit Verlaub primitivster Stammtisch. Um zu dieser Meinung zu gelangen, muss man übrigens weder Neonazi noch Bankvorstand sein.
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fibbo
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Anmeldungsdatum: 22.01.2006
Beiträge: 7214
Wohnort: Tirol

BeitragVerfasst am: So Jan 10, 2010 10:55 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Werner_B. hat folgendes geschrieben:
...2. Warum lehnst Du standardisierte Studiobedingungen als Testbasis ab? Das ist eine elementare Grundvoraussetzung für seriöse Vergleiche.



Eben nicht... es gibt im Bereich Musik, Fotografie, Kochen, etc etc etc... keine seriösen Vergleiche und Objektivität. Jeder, der dies zu vermitteln versucht ist entweder Selbstbetrüger oder Betrüger oder es fehlt ihm ganz allgemein an (Lebens)erfahrung.
Anders bei der Überwachung von Fabrikationsstrassen und Strassenkreuzungen oder akustischen Messungen am Bau: Hier lasse ich genormte, seriöse und genau definierte Messverfahren und -vergleiche zu weil die Andorderungen zu 100% definiert und nicht abhängig von Geschmäckern sind. Im Fotobereich ist das mitnichten der Fall. Beweis: Pentax K20D/K-7 im Rauschvergleich mit D300. Jeder der da behauptet die D300 sei bei hi iso in jedem Fall wesentlich besser der ist bereits durch technokratischen Unsinn manipuliert. Genau wie bei denen, die eine Pentax K-x oder Canon 7D aufgrund von Laborwerten auf das Niveau einer D700 stellen.
Alleine das Rauschen oder die Farbdarstellung bei DSLRs ist auch nach vielen Jahren Analyse und Forschung qualitativ gar nicht mit Messgeräten zu erfassen... Ganz zu schweigen von der subjektiv empfundenen Bildqualität durch einen grösseren Dynamikumfang. Das ist doch genau wie bei mp3 und linear Audio mit 192kHz/24bit: Nur sehr Wenige hören den Unterschied und es gibt sogar Leute denen mp3 lieber ist. Also auf Foto bezogen sind sogenannte "objektive" Tests zum kleinen Teil aufschlussreich, aber zum grösseren Teil irreführend weil sie nicht kritisch und distanziert genug begriffen werden. Die meisten Leute glauben all zu gerne "amtlich-seriöse" Texte anstatt selber zu verifizieren wo für sie persönlich die eigene Wahrheit liegt.

fibbo
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Werner_B.
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Anmeldungsdatum: 16.11.2005
Beiträge: 2232
Wohnort: Raum München

BeitragVerfasst am: So Jan 10, 2010 11:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

fibbo hat folgendes geschrieben:
Eben nicht... es gibt im Bereich Musik, Fotografie, Kochen, etc etc etc... keine seriösen Vergleiche und Objektivität.

Musik: da stimme ich Dir zu, das ist der künstlerische Teil. Wenn es aber um die Qualität einer (technischen) Wiedergabeanlage FÜR die Wiedergabe von Musik geht: nein, und nochmals nein. Ich kenne z.B. einen Toningenieur, der in der Lage ist, aus dem (vermessenen) Abstrahldiagramm eines Lautsprechers dessen wesentliche Klangcharakteristika zu beschreiben. Und der Herr Funk - wie gesagt: siehe oben.

Fotografie: auch da stimme ich zu. Nicht jedoch, wenn es um die Eigenschaften des technischen Gerätes zur Fotografie geht. MTF-Messung, Verzeichnung, chromatische Abberation, alles gut messbar und hinsichtlich der Praxisauswirkung gut einschätzbar, wenn man sich damit etwas auskennt.

fibbo hat folgendes geschrieben:
... weil die Andorderungen zu 100% definiert und nicht abhängig von Geschmäckern sind.

Eine Audio-Wiedergabeanlage sollte GENAU das wiedergeben, was der Toningenieur beabsichtigt hat. Nicht mehr, nicht weniger *). Da ist kein Raum für Geschmack seitens der Wiedergabeanlage (für die Art und Weise, wie der Toning die Aufnahme vornimmt, dagegen schon - das ist aber völlig unabhängig von der Wiedergabeanlage zu betrachten).

*) Wäre es anders, würde die Wiedergabeanlage z.B. verfärben (bei nicht-linearem Frequenzgang).

fibbo hat folgendes geschrieben:
Im Fotobereich ist das mitnichten der Fall. Beweis: Pentax K20D/K-7 im Rauschvergleich mit D300. Jeder der da behauptet die D300 sei bei hi iso in jedem Fall wesentlich besser der ist bereits durch technokratischen Unsinn manipuliert.

Das ist kein Beweis. Die D300 rauscht wohl weniger (das IST KLAR messbar), gleichzeitig zeigen aber die Pentaxen mehr Details. Das ist genau was ich sage: wenn man es nicht versteht, dass Rauschunterdrückung auf Kosten der Details und der Farbwiedergabe gehen, der kann die Messergebnisse nicht richtig interpretieren. Es fehlt dann schlicht am Wissen um die technischen Zusammenhänge. Der ist eben nicht technokratisch manipuliert, sondern hat ganz schlicht nicht das notwendige Wissen. Du argumentierst selbst demagogisch-manipulativ.

fibbo hat folgendes geschrieben:
Alleine das Rauschen oder die Farbdarstellung bei DSLRs ist auch nach vielen Jahren Analyse und Forschung qualitativ gar nicht mit Messgeräten zu erfassen...

Doch, QUALITATIV ohnehin. Beim Rauschen auch QUANTITATIV. Bei der Farbe wird's quantitativ in der Tat schwieriger, da ist nur eine weitgehende Näherung möglich.

fibbo hat folgendes geschrieben:
Ganz zu schweigen von der subjektiv empfundenen Bildqualität durch einen grösseren Dynamikumfang.

Der Dynamikumfang ist objektiv exakt messbar.

fibbo hat folgendes geschrieben:
Das ist doch genau wie bei mp3 und linear Audio mit 192kHz/24bit: Nur sehr Wenige hören den Unterschied und es gibt sogar Leute denen mp3 lieber ist.

Schlechtes Beispiel, ganz andere Baustelle, weil es hier um physio-akustische Vorgänge und die menschliche Perzeption geht, aber nicht um die Eigenschaften des übertragenden Gerätes selbst.

fibbo hat folgendes geschrieben:
Also auf Foto bezogen sind sogenannte "objektive" Tests zum kleinen Teil aufschlussreich, aber zum grösseren Teil irreführend weil sie nicht kritisch und distanziert genug begriffen werden.

Nein, mit dem entsprechenden Wissen, sind sie SEHR aufschlussreich. Gleichwohl ist immer eine gewisse Skepsis angebracht wie bei ALLEM, was wir in diesem kleinen Leben wahrnehmen.

fibbo hat folgendes geschrieben:
Jeder, der dies zu vermitteln versucht ist entweder Selbstbetrüger oder Betrüger oder es fehlt ihm ganz allgemein an (Lebens)erfahrung.
...
in jedem Fall wesentlich besser der ist bereits durch technokratischen Unsinn manipuliert.

Wieder Deine dumpfbackigen Totschlagargumente. Twisted Evil

Was ich bei Dir immer wieder beobachte: Du schaffst die verschiedensten Ebenen nicht analytisch sauber zu trennen. Der Fotograf und der Toningenieur haben die künstlerische Freiheit. Das heisst aber NICHT, dass deren Geräte nicht nach objektiven Kriterien zu bewerten wären. Im Gegenteil: es ist absolut möglich, und dennoch kann sich der Fotograf für eine technisch lausige Holga oder ein Lensbaby entscheiden, wenn er das für geeignet hält, wie auch der Toningenieur sich statt für ein Neumann-Mikrofon für irgendeine Vintage-Krächze, für eine simple 2-Mikro-Stereophonie oder für zahlreiche zusätzliche Stützmikrofone für die Solisten entscheiden kann. Auf der Wiedergabeseite will ich aber genau das sehen/hören, was der Fotograf bzw. Toningenieur beabsichtigt hat, deshalb gibt es da keinen Geschmacksspielraum.
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fibbo
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Anmeldungsdatum: 22.01.2006
Beiträge: 7214
Wohnort: Tirol

BeitragVerfasst am: Mo Jan 11, 2010 2:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

> Du schaffst die verschiedensten Ebenen nicht analytisch sauber zu trennen.

Ich will den Wald sehen und nicht nur einzelne Bäume... Es ist also durchaus beabsichtigt dass ich mich nicht mit analytisch sauberer Trennung selbstbetrüge, weil es diese Trennung im Leben gar nicht so klar definiert gibt sondern nur ne dogmatische Krücke für den Mathematiker/Physiker ist, die Natur halbwegs verstehen zu können.
Ich verstehe worauf Du hinaus willst aber Deine Argumente basieren auf Theorie, die nur zum Teil in die Praxis umsetzbar ist. Es gibt z.B. bis heute weder eine 1:1 Wiedergabe, noch eine 1:1-Aufnahme, und zwar ganz einfach deshalb weil selbst ein Mikrofon oder Lautsprecher so komplex ist dass eine 1:1-Wiedergabe/Aufnahme nur plump annähernd erreicht werden kann... Dasselbe gilt für Kameras und Monitore bzw. Beamer oder Papiere, und gerade in der Fotografie ist es meist sogar erwünscht (wie auch bei der Aufnahme von Gesang!) dass das Aufgenommene gar nicht zu 100% die Wirklichkeit wiederspiegelt. Ich kenne nur sehr wenige Sänger, die z.B. Gesangsaufnahmen mit DPA- bzw. Bruel&Kjaer-(Mess-)Mikrofonen wirklich ertragen können*. Genauso dürfte eine Aufnahme mit einer Industriekamera und die 1:1-Wiedergabe auf Papier oder Bildschirm keinen Käufer einer Kompaktknipse wirklich befriedigen.
*Ausnahme z.B. Michael Jackson auf "History", wobei unklar ist wieviel davon mit Messmikros aufgenommen wurde und wieviel mit den anderen 90 Mikrofonen die Meister Bruce Swedien zur Verfügung hatte.

> Auf der Wiedergabeseite will ich aber genau das sehen/hören, was der Fotograf bzw. Toningenieur beabsichtigt hat, deshalb gibt es da keinen Geschmacksspielraum

1. Ist das Dein Anspruch und nicht der Anspruch der Meisten, und 2. gibt es keine perfekt reproduzierende Wiedergabekette, wie schon geschrieben, weder für Audio, Foto oder sonstigen Sachen. Die Technik ist weiter und weiter entwickelt worden, ist aber immer noch lange nicht soweit, perfekt zu sein. Sie hat sich nur in den letzten 10-20 Jahren immer mehr dahin entwickelt, den Menschen (Ohr, Auge, Geschmack) mit Psycho-Methoden intelligent betrügen zu können. Das nennt man verschlimmbessern, und es kommt beim Menschen besser an als eine "ehrliche" Wiedergabe.
Das, und nur das! zählt hier ganz allgemein - auch - im Bereich Fotografie und ganz speziell im Bereich Amateurfotografie. Es ist daher, und da stimme ich Dir zum teil bei, nur mit entsprechend umfangreichem Vorwissen möglich, solche technisch "seriösen" Vergleichs-Sites wie DXO oder Ähnlichen sinnvoll als Entscheidungshilfe heranziehen zu können.
Und genau deshalb habe ich dem TO das geschrieben was ich schrieb und was Du offensichtlich bemängelst:

Sniper hat folgendes geschrieben:
Hallo,
wie Aussagekräftig findet Ihr diese Seite. Kann man Ihr glauben?
http://www.dxomark.com/index.php/eng/Image-Quality-Database/Compare-cameras/(appareil1)/319%7C0/(appareil2)/294%7C0/(appareil3)/267%7C0/(onglet)/0/(brand)/Canon/(brand2)/Nikon/(brand3)/Canon


geht so... wie bei allen eher theoretischen Testseiten. Ich persönlich ziehe Meinungen von erfahrenen Fotografen vor, in Kombination mit
dpreview.com
http://www.dpreview.com/

und imaging-resource.com
http://www.imaging-resource.com/IMCOMP/COMPS01.HTM

fibbo
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Werner_B.
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Anmeldungsdatum: 16.11.2005
Beiträge: 2232
Wohnort: Raum München

BeitragVerfasst am: Di Jan 12, 2010 12:14 am    Titel: Antworten mit Zitat

fibbo hat folgendes geschrieben:
Es ist also durchaus beabsichtigt dass ich mich nicht mit analytisch sauberer Trennung selbstbetrüge, weil es diese Trennung im Leben gar nicht so klar definiert gibt sondern nur ne dogmatische Krücke für den Mathematiker/Physiker ist, die Natur halbwegs verstehen zu können.

Selbstbetrug ist wieder so ein Totschlargument. Zum Wissen um physikalische Modellbildung (und in der Folge auch solche Tests) gehört auch das Wissen um deren Randbedingungen und Grenzen.

fibbo hat folgendes geschrieben:
Ich verstehe worauf Du hinaus willst aber Deine Argumente basieren auf Theorie, die nur zum Teil in die Praxis umsetzbar ist. Es gibt z.B. bis heute weder eine 1:1 Wiedergabe, noch eine 1:1-Aufnahme, und zwar ganz einfach deshalb weil selbst ein Mikrofon oder Lautsprecher so komplex ist dass eine 1:1-Wiedergabe/Aufnahme nur plump annähernd erreicht werden kann... Dasselbe gilt für Kameras und Monitore bzw. Beamer oder Papiere, und gerade in der Fotografie ist es meist sogar erwünscht (wie auch bei der Aufnahme von Gesang!) dass das Aufgenommene gar nicht zu 100% die Wirklichkeit wiederspiegelt.

Ja, sowohl das Bild als auch das Musikstück sind Kunstprodukte. Aber die künstlerische Umsetzung findet bei der *Aufnahme* statt und bei der Nachbearbeitung. Sowohl Fotograf als auch Toning haben zwei starke Qualifikationen mitzubringen: die künstlerische wie die handwerklich-technische.

Ich jedenfalls will mich als *Rezipient* nicht dazu aufschwingen, durch schlechte Wiedergabe nur eingeschränkt das wahrnehmen zu können, was der Fotograf bzw. Toning beabsichtigt hat, da toleriere ich im Rahmen des technisch und finanziell möglichen bzw. wünschbaren keine Schwächen. Deshalb fordere ich eine linear-neutrale Wiedergabe.

Und nochmal zur Wiederholung: der Fotograf und der Toning können natürlich auch technisch betrachtet eher minder-qualitatives Gerät einsetzen, wenn sie einen bestimmten Zweck erreichen wollen. In der Rolle als *Produzierender* wüsste ich zumindest gern von solchen Schwächen, anders könnte ich keine bewusste Entscheidung für das eine oder andere treffen.

Warum auch sonst klagen immer wieder Leute über unscharfe Aufnahmen, und wenn sie dann mal ein Makro haben, kriegen sie sich gar nicht mehr ein ob der hervorragenden Schärfe (es gab hier schon ein paar derartige Threads, vergleichbar auch welche Richtung Verzeichnung u.a. andere Bildfehler). Ähnlich auch die Fragen, warum Farben auf verschiedenen Bildschirmen verschieden dargestellt werden. Es ist nicht so, dass da generelles Desinteresse herrschte.

Wenn ich um diese Zusammenhänge weiss, kann ich eben für die Aufnahme die *bewusste* Entscheidung der Gerätewahl treffen. Dort, wo gemessen werden kann, sind die Aussagen auf alle Fälle präziser als die menschliche Wahrnehmung.

fibbo hat folgendes geschrieben:
Die Technik ist weiter und weiter entwickelt worden, ist aber immer noch lange nicht soweit, perfekt zu sein.

Technik wird nie perfekt sein. Aber sollte ich mich deshalb mit weniger zufrieden geben als dem, was aktuell möglich ist (im finanziell möglichen Rahmen ...)?

fibbo hat folgendes geschrieben:
Sie hat sich nur in den letzten 10-20 Jahren immer mehr dahin entwickelt, den Menschen (Ohr, Auge, Geschmack) mit Psycho-Methoden intelligent betrügen zu können. Das nennt man verschlimmbessern, und es kommt beim Menschen besser an als eine "ehrliche" Wiedergabe.

Sagen wir mal so: es gibt eine qualifizierte Minderheit, die sich dem Trend entgegenstemmt. Ein Symptom ist dieser Laden und die Geschichte des Inhabers: www.hoerzone.de
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fotoart
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Anmeldungsdatum: 24.08.2009
Beiträge: 420

BeitragVerfasst am: Mi Jan 13, 2010 2:46 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Gerade weil es durch materielle Mittel möglich ist die Sinne mit
oberflächlichem Genuss zu betören und das auch von Industrie und
Händel massenhaft propagiert wird besteht die Fähigkeit darin diesen
Scheinverlockungen zu Trotzen und sich auf die wesentlich mühevollere
Tiefe einzulassen. Das hat nicht nur in der Malerei, Musik oder beim Film
eine Bedeutung sondern vor allem auch bei dem rein visuellen
Medium Fotografie. Hier kann das Bild auf Grund seiner dauerhaften Präsenz
in Ruhe überprüft und hinterfragt werden.
So gilt es die psychologischen Tricks für den Kick abzulegen und sich voll
und ganz auf die authentische Wahrhaftigkeit einzulassen.
Diesen Aspekt besonders schon beim Aufnahmeprozess berücksichtigen
aber auch bei der Wahrnehmung allgemein.
_________________
Photographie (altgr. photos, Licht und graphein, zeichnen/malen)
Fotografie = Malen mit Licht
www.fluuu-bilder.de
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Anmeldungsdatum: 22.01.2006
Beiträge: 7214
Wohnort: Tirol

BeitragVerfasst am: Mi Jan 13, 2010 3:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Werner_B. hat folgendes geschrieben:
..
Sagen wir mal so: es gibt eine qualifizierte Minderheit, die sich dem Trend entgegenstemmt. Ein Symptom ist dieser Laden und die Geschichte des Inhabers: www.hoerzone.de



Scheint ganz ok zu sein, aber sie führen keine EMES Koaxialsysteme... das ist ja was ich meine, es kommt nicht nur auf den (möglichst linearen) Frequenzgang an sondern auch auf die Phasenlage und das Impuls-/Abstrahlverhalten und noch etliche andere Dinge, unter anderem auch auf die Raumakustik bzw. deren Optimierung.
EMES verkaufte ich schon vor über 10 Jahren besonders an Klassiker, insbesondere auch an einen Münchener Geigenbauer der Stradivari-Kopien anfertigt... der war verzweifelt weil er keinen Speaker fand der die Mitten sauber darstellte, bis ich ihm die hier verkaufte. Seitdem ist er glücklich damit.
http://www.audio-fabrik.de/shop/product_info.php?info=p33_EMES-black-tv-Aktivmonitore---Studio-Akustik-Fachskript.html

Die ADAM sind dagegen etwas transparenter in den Höhen.
Die KRK haben/hatten eher eine Auratone-Charakteristik und wurden damals von Bob Clearmountain gehyped...
Genelec teilweise ein wenig "zu gut" klingend, haben sich aber in den meisten kleineren/mittleren Studios durchgesetzt.

Die besten Mixe in meinen Augen sind übrigens auf absoluten "Mistlautsprechern" wie Auratone und Yamaha NS-10 entstanden. Man denke da nur an etliche höchst erfolgreiche Michael-Jackson/Quincy Jones-Alben.
Ebenso sind wohl zumindest einige der besten Fotos/Bilder auf primitiven Kameras und in primitiven Labors "entstanden".
Mein Lieblingsbeispiel für Nikon D70:
http://www.pbase.com/manny_librodo/my_best_shots
Diese Kamera kann man heute gebraucht für 250.- Euro kaufen, mit besserem Objektiv für ungefähr 400.- Euro. Die D70 würde heute bei fast jedem Test gnadenlos durchfallen!

Es gibt noch keinen perfekten Lautsprecher, und es gibt, genauso wie bei den angeführten Speakern, auch bei den Kameras marginale bis heftige Unterschiede, obwohl sie alle tendenziell sehr gut klingen bzw. "gute" Fotos machen. Jeder Hersteller hat so seine eigene Philosphie was er unter gut versteht, es ist wie gesagt in der Praxis nicht möglich alle Komponenten/Parameter einer guten Wiedergabe gleichzeitig zu optimieren, weil sie sich in der praktischen Ausführung bzw. Ausführbarkeit! oft widersprechen.
Wenn nun suggeriert wird, dass eine Kamera bei 2-3 Parametern, insbesondere bei der jpg-Verschlimmbesserung, besser ist als eine Andere, dann neigt der technologische Halbwissende dazu, dieselbe insgesamt als "besser" einzustufen. Zu diesen Halbwissenden gehören auch die meisten Foto-"Fach"redakteure bzw. Schreiberlinge, die einen Laborbericht auf ca. 5% kürzen müssen und so zu starken Verallgemeinerungen neigen. Die meisten, auch vermeintlich "seriösen" Vergleiche oder gar Top-Ten-Rankings sind deshalb als Informationsquelle für den potentiellen DSLR-Käufer nur eine manipulative Krücke, aber keine echte, an die individuellen Bedürfnisse angepasste Kaufentscheidungshilfe.
BTW: Es ist im Grunde völlig egal welche Cam man kauft, solange man die Unterschiede nicht kennt bzw. spezielle Funktionen braucht, aber das wird in den meisten Testberichten und Rankings aus Mangel an Rückgrad oder aus kommerziellem Interesse verschwiegen.

Fazit: Lieber einige subjektiv gefärbte Erfahrungsberichte von erfahrenen Leuten lesen, in Kombination mit einigen "seriösen" Testseiten (ohne Rankings oder direkte Parametervergleiche), als sich wie bei Chip oder PC-Welt oder vielen Anderen der scheinbaren Objektivität hinzugeben und völlig kritiklos deren "Testsieger" einzukaufen. Wie oft kam es schon vor, dass gute Gehäuse/Systeme nur auf Platz 12 oder noch schlechter kamen? Das ist doch seit Jahren ein rechter Witz was man da Undifferenziertes zu lesen kriegt.

fibbo
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BeitragVerfasst am: Sa Jan 16, 2010 5:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

fibbo hat folgendes geschrieben:
Fazit: Lieber einige subjektiv gefärbte Erfahrungsberichte von erfahrenen Leuten lesen, in Kombination mit einigen "seriösen" Testseiten (ohne Rankings oder direkte Parametervergleiche), ...

Für DICH - ich komme zum gegenteiligen Schluss: dort wo weitestgehend objektiviert wird, und wo ich ggf. auch die Messverfahren halbwegs beurteilen kann, kann ich mich bei Vorhandensein allgemein verfügbaren Fachwissens weitgehend auf die Ergebnisse verlassen. Die INTERPRETATION des Redakteurs nehme ich zwar zur Kenntnis, letztlich gewichte und beurteile ich dann lieber selbst, da der Redakteur meine Präferenzen ohnehin nicht kennen kann. Subjektive Berichte sind dann ggf. noch das i-Tüpfelchen, speziell im Bereich Handhabung, Zuverlässigkeit, und ein paar weitere.

Umgekehrt: was nützen subjektive Erfahrungsberichte, wenn man den Hintergrund des Schreibers nicht kennt bzw. gar nicht kennen kann? Was nützt es mir z.B. wenn hier einer oder mehrere mit ihren Sigma 1.4/30 zufrieden sind, ich aber deutlich höhere Ansprüche an Auflösung und Kontrastübertragung stelle und deshalb dieses Objektiv als lausige Scherbe abtun würde? Was nützt es jemandem, wenn er völlig gegenteilige Erfahrungsberichte liest, womöglich noch mit einer 50:50-Verteilung? Mir hilft sowas regelmässig nicht - ich kann den Mangel an individueller Einschätzung der Schreiber nicht durch allgemeines Fachwissen ausgleichen (und in Foren die Leute so genau und lange zu beobachten, dass ich eine gute Einschätzung von ihnen habe, ist mir deutlich zu aufwendig.) Wenn ich aber bei allen mir geläufigen seriösen Testern die Messungen zum Tamron 3.5-4.5/10-24 ansehe, sehe ich bei allen gravierende Schwächen in der Auflösung, das entsprechende Nikkor ist deutlich besser. Da kann ich klar entscheiden: will ich das für einen deutlich günstigeren Preis hinnehmen? Ich bin dann nicht auf "zufriedene" Anwender angewiesen, die in Wahrheit lediglich niedrige Ansprüche stellen.

fibbo hat folgendes geschrieben:
... als sich wie bei Chip oder PC-Welt oder vielen Anderen der scheinbaren Objektivität hinzugeben und völlig kritiklos deren "Testsieger" einzukaufen. Wie oft kam es schon vor, dass gute Gehäuse/Systeme nur auf Platz 12 oder noch schlechter kamen? Das ist doch seit Jahren ein rechter Witz was man da Undifferenziertes zu lesen kriegt.

Der Grundaussage stimme ich zu. Deshalb finde ich z.b. auch die c't im Computerbereich sehr angenehm, weil sie im Fazit jeweils Stärken und Schwächen der Produkte herausarbeiten, aber kein Gesamtranking vornehmen. Gleichwohl würde ich es nicht unbedingt als Witz bezeichnen: das sind im Rahmen der vorgegebenen Punkteskalen und Gewichtungen schon ordentliche Ergebnisse. Nur enthalten die wieder genau die persönlichen Präferenzen der Redaktionen - deshalb sind sie so nutzlos. Das eine Produkt erreicht z.B. hohe Punktzahl durch überragende Bildqualität, das andere durch üppige Ausstattung. Die Ausstattung brauche ich vielleicht gar nicht. Deshalb ist es immer am besten, das *eigene* Denken nie auszuschalten.

Gruss, Werner B.
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